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Gelungener Auftakt: Projektstart von Paintwork@Europe am AKBK

Eine Verbesserung der Ausbildungskonzepte für Lackierer haben sich das Adolph-Kolping-Berufskolleg und weitere vier Berufschulen aus Europa auf die Fahnen geschrieben. "Paintwork@Europe" heißt dieses von der Europäischen Union geförderte Leonardo Da Vinci-Partnerschaftsprojekt, das jetzt seinen vielversprechenden Anfang nahm. Eine internationale Delegation aus angehenden Fahrzeuglackierern und Verfahrensmechanikern für Beschichtungstechnik aus Dänemark, Deutschland, Österreich, Spanien und Schweden sowie ihre Lehrer kamen zu einer ersten Projektbegegnung im Adolph-Kolping-Berufskolleg und bei der BASF Coatings zusammen. Während sich die die 13 weiblichen und männlichen Azubis im Alter von 17 bis 20 Jahren mit modernen Applikationstechniken beschäftigten, tauschten die begleitenden Lehrer Ausbildungserfahrungen aus und nahmen dabei gerne Anregungen aus den anderen Ländern auf. Heimrecht in Münster hatten dabei die Auszubildenden Patrick Heitkötter (BASF Coatings), Fabian Kuhn (VW Knubel) und Pascal Cas (Lacktopp Warendorf).
"Paintwork@Europe" läuft über insgesamt zwei Jahre und besteht aus fünf Modulen - alle Teilnehmer werden sich also noch vier weitere Male zu Ausbildungseinheiten und Diskussionen treffen.
Projektkoordinierende Institution ist das Adolph-Kolping-Berufskolleg aus Münster mit dem betreuenden Lehrer Thomas Feist. Gemeinsam mit Lehrerkollegen der Foreningen af Autoog Industrilakerere in Kopenhagen/Dänemark (Vereinigung der Fahrzeug- und Industrielackiererbetriebe in Dänemark), der Silkeborg Tekniske Skole in Silkeborg/Dänemark, der Landesberufsschule Bregenz 2 in Bregenz/Österreich, der IEFPS MEKA GLHBI in Elgoibar/Spanien sowie der Nordisk Lackerarutbildning Haraldsbogymnasiet in Falun/Schweden entwickelte Thomas Feist bereits im Vorfeld Lehrpläne für den Lackierernachwuchs. "Der gesamte Kurs besteht aus fünf Modulen. Jede der beteiligten Schulen übernimmt ein themenspezifisches Modul, wenn möglich mit Partnern aus der Industrie, weiteren Partnern der beruflichen Bildung und Verbänden.", erklärt Thomas Feist. Im Mai des kommenden Jahres geht es in Schweden, im Herbst in Spanien und im Winter in Österreich weiter. Das letzte Modul ist dann im Juni 2011 in Dänemark geplant. Im Rahmen des ersten Moduls "Moderne Applikationstechniken" lackierten die jungen Auszubildenden in der Werkstatt des Adolph-Kolping-Berufskollegs und waren für einen Tag zu Gast bei der BASF Coatings um dort Autokarossen zu lackieren. Weitere praktische Übungseinheiten beinhalteten Mess- und Prüftechniken sowie Schichtdickenmessungen. Eine Tour zur Essener Motor Show, eine Stadtführung durch Münster sowie gesellige Veranstaltungen rundeten die Premiere von Paintwork@Europe ab. Aber auch ein Englischkurs für Lackierer musste absolviert werden - wie auch eine schriftliche Überprüfung des gesamten gelernten Stoffes.
Die Ergebnisse von "Paintwork@Europe" werden auf der Projekt-Webseite www.lackskolan.se veröffentlicht. Lesenswert dort ist auch ein Blog, ein Tagebuch also, in dem die teilnehmenden Auszubildenden über ihre Erfahrungen berichten. Dabei wird eines deutlich: Die Teilnahme an diesem europäischen Projekt ist ein absoluter Höhepunkt ihrer Ausbildung. Neben dem erworbenen Wissen nehmen sie auch unvergessliche Erfahrungen mit gleichaltrigen Auszubildenden aus anderen europäischen Ländern mit in ihr späteres Berufsleben.
Text und Bilder: Thomas Feist
Adolph-Kolping-Berufskolleg
Lotharingerstraße 30
48147 Münster
Tel: 0251 - 48247 0
Fax: 0251 - 48247 50
E-Mail: info@adolph-
kolping-berufskolleg.de
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